Zucht
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Wir arbeiten mit mehreren Rassen und die Eigenschaften sind von verschiedenen Züchtern  und Wissenschaftlern schon gut beschrieben worden.(zum Beispiel auf der Seite  www.bienennetz.de oder im Buch von Bruder Adam "Auf der Suche") Wir möchten unsere  eigenen Erfahrungen, die wir mit den verschiedenen Rassen und ihren Eigenschaften in  unserer Imkerei gemacht haben, darlegen. Carnicazucht Carnica ist die Biene, mit der wir schon am längsten arbeiten. Ihre guten Eigenschaften sind die  schnelle Frühjahrsentwicklung, die Sanftmut und der feste Wabensitz, gute Honigleistung bei einigen  auch eine hohe Fruchtbarkeit. Die Nachteile sind immer noch die hohe Schwarmfreudigkeit, das zu  zeitige Einstellen aller Brutaktivitäten und damit nach unserer Meinung auch eine gewisse Anfälligkeit  bei der Überwinterrung. Wir arbeiten mit einem Carnicastamm (Kirchhain), der uns sehr befriedigt hat.  Dieser Stamm ist sehr fruchtbar, äußerst schwarmträge, sanftmütig und überwintert in starken Völkern.  Er ist wenig anfällig für Krankheiten und bringt gute Leistung. Über die Varroatoleranz kann man noch  nicht viel sagen, aber wir glauben, das ist auch abhängig von der Fruchtbarkeit und der Verfassung der  Völker, nicht nur bei der Carnica.  Nicht alle Carnicaköniginnen sind in der Lage, einen großen Brutraum zu füllen und auch in Sachen  Sanftmut gibt es einige Unterschiede. Obwohl es bei unserer Bewertung nicht an erster Stelle steht,  legen wir schon Wert darauf, denn es erleichtert die Arbeit an den Völkern. Stand 2007-Wir konnten  unsere Carnicalinie noch etwas verbessern indem wir eine Carnicalinie aus Österreich eingekreuzt  haben. Ihre guten eigenschaften hat Sie behalten, wie die schnelle Frühjahrsentwicklung die gute  Honigleistung,Fruchtbarkeit und dieSanftmut . Sie ist schwarmträge nur in Schwarmjahren(2007) ist Sie  in Schwarmstimmung gekommen , aber durch ein bis zweimaliges ausbrechen der Zellen und durch  mehr Raum war Sie leicht zu lengen .Verbessern konnten wir Ihre Robustheit und Winterfestigkeit  .Unser großes Ziel ist es durch das beschicken unserer Carnicaweiseln zur Tolerranzbelegstelle  "Gehlberg" und durch auslese auf Varroatolerranz auch in dieser Richtung eine Verbesserung zu  erreichen. Bukfastzucht Buckfast ist für uns eine der besten Bienen, mit der wir zur Zeit arbeiten. Ihre guten Eigenschaften sind  eine große Fruchtbarkeit, ihr Sanftmut, die gute Schwarmträgheit, der außerordentliche Spürsinn und  die sehr gute Überwinterung. Ihre Nachteile sind zumindest nach unseren Erfahrungen der hohe  Futterverbrauch (allerdings nicht bei jeder Züchtung) und bei nicht Achtgeben der Drang zur Räuberei,  aber das kann auch eine Carnica. Bei unseren Buckfast arbeiten wir überwiegend mit Kreuzungen, weil  uns die gekauften Zuchtköniginnen nicht immer überzeugten. Wir glauben, dass bei vielen  Buckfastzüchtern zu viel Wert auf hohe Fruchtbarkeit und Sanftmut gelegt wird, dabei ist die  Robustheit,Langliebigkeit und Winterhärte etwas verloren gegangen . Durch einkreuzen der Ligustica  (Neuseeland) verliert sie auch ein Stück dieser Eigenschaften die wir brauchen. Unsere Buckfast ist von  der Farbe dunkler und ist robust, langlebig,brutfreudig nicht ganz so sanft, aber man kann gut mit Ihr  arbeiten.Sie stammt ab,von Zuchten aus der Oberpfalz und Luxemburg.Stand 2007- unsere Buckfast ist  auf unser Magazin und Betriebsweise sehr gut angepast.Sie ist Brutfreutig,Schwarmträge (kein  Schwarmtrieb,kaum maßnahmen zur schwarmverhinterung nötig auch 2007) sehr Leistungsstark auch  in der Frühtracht (2007 hat in unserer Imkerei 1Backfastvolk die höchste Honigleistung gebracht 81kg  davon 51 kg aus der Frühtracht )Sie ist Sanft , Robust und Krankheitsfest (wir hahen noch nie bei  unserenBuckfastlinien kalkbrut-nosema oder faulbrut festgestellt).Durch das einkreuzen einer Dunklen  Biene haben wir auch eine sehr Winterharte Backfastlienie herraus gezüchtet die auch noch sehr  Sparsam ist ( bei uns werden nicht mehr als 15kg pro Volk gefüttert,das war nicht immer so).In sachen  Varroatolerranz haben wir mit unserer Primorski- Backfastlinie auch schon kleine Fortschritte (nur 1AS  behandlung im September )gemacht.  
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Primorskizucht Die Primorski ist neu dazu gekommen, und da müssen wir erst Erfahrungen sammeln. Nach unseren  Einschätzungen sind ihre besten Eigenschaften sehr gute Überwinterung bei einem sehr geringen  Futterverbrauch,das Sie sehr Langlebig sind und der gute Putztrieb. Auch haben wir Primorskivölker  ohne Behandlung eingewintert und die Überlebensrate war sehr gut, aber man muss trotzdem vorsichtig  sein und nicht jedes Volk gleich als varroatolerant ansehen. Ihre Nachteile sind wohl der grosse  Schwarmtrieb und die zögerliche Entwicklung im Frühjahr, der nicht ganz so gute Bautrieb und eine  begrenzte Fruchtbarkeit.Auch ist das zusetzen einer neuen Weisel äußerst schwierig. Wir denken, dass  ihr grösster Wert in einer guten Kreuzung liegt.Unsere Königinnen Stammen aus der Oberpfalz.2007  konnten wir schon einige kleine Erfolge erzielen die zur verbesserung unserer Primorski begetragen  haben um Sie etwas Leistungsstärker zu machen .Leiter ist die große streung der Erbanlagen bei der  Zucht der Primorski sehr schlecht.Für eine gut Ausleseund Selektion braucht man mehr Zeit als bei  duchgezüchteten Rassen(Carnica,Buckfast).Dazu kommt noch das es kaum noch gutes Zuchtmaterieal  gibt,"leiter" muß man sagen den in der Primorski stecken viele gute Gene die wir noch nutzen könnten.  Noch ein paar Worte zur Dunklen Biene, mit der wir zum Einkreuzen arbeiten. Unser Stamm,(Braunelle  Tirol) mit dem wir arbeiten, ist sehr robust, langlebig, winterhart und hat einen hohen Bautrieb. Die  Entwicklung geht im Frühjahr schnell voran, aber leider auch der Schwarmtrieb - der ist in einer F2 und  F3 fast nicht mehr vorhanden. Um mal etwas zu Sanftmut zu sagen, da war ich am Anfang  voreingenommen, aber man kann sehr gut mit ihr arbeiten, auch ohne Schutzkleidung.  Am Ende muss jeder Imker seine Biene selber suchen, mit der er arbeiten möchte, aber man sollte  keine Rasse als schlecht oder als das Beste abstempeln, wenn man nicht mit ihr gearbeitet und sie  geprüft hat.
Königinnenaufzucht - TLI Die Aufzucht von Königinnen wird so einfach wie nur möglich bei uns vollzogen. Im Frühjahr sind unsere  Zuchtköniginnen ausgewählt und kommen auf den Heimatstand, wo auch unsere Prüfvölker stehen.  Dort stehen noch 3 weitere Völker, die zur Aufzucht und Pflege gedacht sind. Zunächst werden die  Völker mit den Zuchtköniginnen auf 6 Waben eingeengt, damit die Königinnen nicht so viele Waben  bestiften muss und etwas grössere Eier legt. Die restlichen Waben werden den Pflegevölkern  zugehängt, die nun eine enorme Stärke erreicht haben. Eines von den Pflegevölkern wird bis auf den  Brutraum eingeengt, so dass es leicht in Schwarmstimmung kommt. Dann wird dem Volk die Königin  entnommen und nach ein paar Stunden die ersten Weiselnäpfchen mit jungen Larven zugehängt (die  ersten 2 Wochen auf Schwarmzellen kontrollieren). Nach 6 Tagen werden die angezogenen  Weiselzellen den 2 anderen Völkern in die Bruträume gehängt, wo sie bis zum Schlupf bleiben. Der  Honigraum muss mit einem Absperrgitter vom Brutraum getrennt werden, es darf auf keinen Fall die  Königin in den Brutraum kommen. Das Aufzuchtvolk muss alle 3 Wochen mit Jungbienen versorgt  werden und wir ändern auch noch die Flugrichtung, damit es die Altbienen verliert. So kann man 4 bis 5  Serien ohne Probleme aufziehen. Jede Serie hat ca. 40 Zellen und wird zu 70% bis 80%  aufgezogen.Nicht nur die Weiselaufzucht , auch die Prüfung der Königinnen gehöhrt zur Zuchtarbeit.Bei  uns werden Königinnen zwei Jahre geprüft. Im ersten Jahr werden die besten ausgesucht und dann im  zweiten nochmal geprüft .Erst nach zwei Wintern und zwei Ertragsjahren können wir unsere nächsten  Zuchtmütter bestimmen. Bei uns bekommt jede Königin 3 Noten am Jahresende.Z.B. B52(TLI)G05-(3,7-  3,2-3,2/ 81) unsere beste Königin 2007.Die erste Note(3,7) für Robustheit (Winterhärte-  Krankheitsresistenz-Varroatoleranz-Reinigungstrieb).Die zweite Note(3,2) für Leistung (Honigertrag-  Brutleistung-Bautrieb-Schwarmträgheit).Die dritte Note(3,2) für Bearbeitung ( Sanftmut-Wabenfestigkeit-  Verkittung) und die 81 zeigt extra noch die Jahreshonigleistung (81kgHonig2007). 
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